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Bürgermeister besucht mit SPD-Fraktion Bauhöfe

Fahrzeuge, Maschinen und personelle Situation im Blick

Die Bauhöfe in Bad Salzhausen und Nidda waren Ziele der SPD-Stadtverordneten während der jüngsten Sommertour, an der auch Bürgermeister Seum teilnahm.

Die Bauhöfe in Bad Salzhausen und Nidda waren Ziele der SPD-Stadtverordneten während der jüngsten Sommertour, an der auch Bürgermeister Seum teilnahm.

(pd). In der Fortsetzung der traditionellen Stadtteilbegehungen der Niddaer SPD-Stadtverordnetenfraktion standen diesmal die städtischen Bauhöfe in Bad Salzhausen und Nidda auf dem Plan. Als Gast wurde Bürgermeister Hans-Peter Seum vom Fraktionsvorsitzenden Stefan Knoche begrüßt. „Wir freuen uns, dass der Bürgermeister seine Ankündigungen einer breiten Zusammenarbeit mit den im Parlament vertretenen Fraktionen in die Tat umsetzt und sich gemeinsam mit uns über anstehende Problembereiche informiert“, so Knoche, der ebenso den Ersten Stadtrat Reimund Becker begrüßte.

In Bad Salzhausen nahm die Gruppe den Maschinenpark in Augenschein. Martin Nagorr gab umfangreiche Erläuterungen, die auch aufzeigten, dass die Mitarbeiter mit Tatkraft und viel Profession ihre Arbeit verrichten. „Viele unserer Geräte haben schon etliche Jahre auf dem Buckel, aber wir pflegen sie intensiv und hoffen, dass sie uns noch einige Zeit gute Dienste leisten. Nur der Spindelmäher, den wir dringend für die Parkanlagen benötigen, ist so abgenutzt, dass eine Ersatzbeschaffung erforderlich wird“, erklärte Nagorr, der auch über die Personalsituation informierte. In der Saison sei die anstehende Arbeit nur mit Aushilfen zu bewältigen. Dabei sei das Niddaer Amtsgericht behilflich, indem es oft straffällig gewordene Menschen, die die Ableistung von Arbeitsstunden für die Allgemeinheit auferlegt bekämen, nach Bad Salzhausen schicke. Tatkräftige Unterstützung komme auch aus dem Behindertenbereich und so sei der saisonale personelle Engpass zu meistern, erklärte Nagorr, der sich über das Lob für sich und seine Mitarbeiter freute, dass der Kurpark und die weiteren Anlagen in Bad Salzhausen immer eine Augenweide seien.

Weitere Station war der städtische Bauhof im Gebiet „Unter der Stadt“. Der Bauhof betreut 18 Stadtteile und unterhält deshalb einen großen Fahrzeug- und Maschinenpark. In den Hallen und Garagen werden Geräte und Fahrzeuge gewartet, damit sie unter anderem für den Einsatz auf Friedhöfen, zum Hochwasserschutz, bei Straßensperrungen, zur Unterhaltung und Pflege städtischer Einrichtungen, Gebäude und Anlagen sowie im Winterdienst zur Verfügung stehen. „Derzeit ist das Mähen und die Pflege der städtischen Anlagen ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Aber für den nächsten Winter muss vorgesorgt werden. Wir haben inzwischen rund 350 Tonnen Streusalz eingelagert, damit wir bei unserer topografischen Lage mit dem teilweise steilen Straßennetz in den Wintermonaten keine Überraschungen erleben“, erläuterte Markus Kies den Besuchern. Kies wies auch auf den Bedarf und die Notwendigkeit moderner Geräte und Maschinen hin. Nachdem noch über die personelle Ausstattung geredet wurde, versicherte Knoche, dass die SPD-Fraktion immer ein offenes Ohr für die Belange des Bauhofes habe. Er warb aber auch um Verständnis, dass wegen der kritischen Finanzlage der Stadt nicht immer alle Vorstellungen erfüllt werden könnten oder manches verschoben werden müsse.

Schnelle Beschlüsse

In einem abschließenden Gespräch zwischen den Fraktionsmitgliedern und Bürgermeister Hans-Peter Seum tauschte man sich über verschiedene aktuelle und zukünftige Gestaltungen bei der Stadtentwicklung aus. Seum betonte, dass er schon im Vorfeld die Fraktionen über bestimmte Entwicklungen unterrichten und sie bei der Meinungsbildung beteiligen wolle damit es möglich werde, schneller als bisher Beschlüsse zu fassen.

Die Änderung der Straßenbeitragssatzung mit dem Widerspruch des Bürgermeisters, die Schließung des Amtsgerichtes und die Verwertung der Immobilie, die Vermarktung städtischer Grundstücke und die Konsolidierung des Haushaltes waren weitere Gesprächspunkte, die diskutiert wurden.

„Wir begrüßen die Offenheit und den Willen zur Zusammenarbeit von Bürgermeister Seum, denn in der jetzigen finanziellen Situation der Stadt kann es nicht im Stil der Vergangenheit weitergehen. Nach der Wahl haben wir erklärt, wir werden den Bürgermeister bei seiner Arbeit unterstützen. Wir werden uns daran halten und hoffen, dass auch er seine Zusage einhält, unabhängig mit den Fraktionen zusammen zu arbeiten“, erklärte die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Christine Jäger.