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„Altenpflegekräfte verdienen zu wenig“

Wahlkampf Gnadl und Lux zu Besuch im Ruhehotel Witt

Lisa Gnadl und Stefan Lux besuchten das Ruhehotel Witt.

Lisa Gnadl und Stefan Lux besuchten das Ruhehotel Witt.

(red). „Nicht alle Menschen sind mit zunehmendem Alter in der Lage, sich selbst zu versorgen und alleine ihr Leben zu organisieren. Die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen nach einem selbstbestimmten Leben im Alter sind sehr unterschiedlich. Die einen wollen gerne zu Hause gepflegt werden und haben Angehörige in ihrer Nähe, für andere ist eine stationäre Pflege der richtige Weg. Das Ruhehotel Witt ist ein wichtiger Baustein für den Bereich der vollstationären Pflege und der Kurzzeitpflege in unserer Region“, betonte SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl, als sie mit dem SPD-Bundestagskandidaten Stefan Lux das CURATA Seniorenzentrum Ruhehotel Witt in Wallernhausen besuchte. Die beiden SPD-Politiker wurden vom Ersten Stadtrat Reimund Becker, vom Ehrenstadtrat und Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Adi Jäger, und vom Magistratsmitglied Ute Kohlbecher begleitet.

Leiterin Sabine Schmidt erläuterte das Konzept und die Angebote des Seniorenzentrums. Neben der vollstationären Pflege könnten Menschen in Kurzzeitpflege untergebracht werden. Da über 50 Prozent der Bewohner an Demenzerkrankungen litten, sei sie froh, in ihrem Team neben Altenpflegern auch Demenzbetreuer zu haben. Zum Angebot des Zentrums gehörten Einzeltherapie, eine Kochgruppe, Gymnastik, Handarbeit, Werken, Basteln, Gedächtnistraining, eine Gesangsgruppe und das Einkaufen im Dorfladen in Wallernhausen. „Hier zeigt sich, wie wichtig die Entstehung des neuen Dorfmittelpunkts mit Dorfladen war und wie gut er im Alltag angenommen wird“, unterstrich Kohlbecher.

Intensiv diskutierten die SPD-Politiker mit der Einrichtungsleiterin die fehlende gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung des Pflegeberufs. Alle waren sich einig, dass die Altenpflegefachkräfte viel zu wenig Lohn erhalten. Lux will sich in Berlin für eine bessere Ausstattung in der Pflege einsetzen: „Dafür muss die Pflegeversicherung auf breitere Füße gestellt werden. Auch die Arbeitgeber müssen stärker ins Boot geholt werden.“ Gnadl ergänzte: „Bereits in der Altenpflegeausbildung muss mehr investiert werden. Hier ist das Land Hessen in der Pflicht, mehr zu tun.“

Quelle: Kreis-Anzeiger