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Treffpunkt in der Dorfmitte

SOMMERTOUR SPD-Fraktion besucht Ober-Schmitten / Zu viel Verkehr in der Schulstraße

Letzte Station der Sommertour der SPD-Stadtverordnetenfraktion war Ober-Schmitten. Ortsvorsteher Andreas Prasse (3.v.l.) informierte die Gruppe über Probleme und Pläne.

Letzte Station der Sommertour der SPD-Stadtverordnetenfraktion war Ober-Schmitten. Ortsvorsteher Andreas Prasse (3.v.l.) informierte die Gruppe über Probleme und Pläne.

(red). Letzte Station der Sommertour der Niddaer SPD-Stadtverordnetenfraktion war Ober-Schmitten. Die Fraktionsvorsitzende Christine Jäger konnte zu dem Rundgang neben Erstem Stadtrat Reimund Becker und Ortsvorsteher Andreas Prasse auch die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl begrüßen.

Prasse erläuterte die wirtschaftliche und geschichtliche Entwicklung des Ortes. Obwohl in den beiden Papierfabriken Arbeitsplätze weggefallen seien, verfüge Ober-Schmitten noch über eine „gesunde Struktur“. Das 50 Jahre alte Bürgerhaus, eines der ersten in der Region, stelle im kulturellen und gesellschaftlichen Leben immer noch einen Mittelpunkt dar. Schule und Kindergarten sind vorhanden. Es gibt Ärzte, eine Apotheke sowie zwei Metzger und einen Bäcker. „Aber unser Ort braucht Entwicklungen, damit die Menschen bei uns wohnen bleiben“, erklärte Prasse. Dazu gehöre die naturnahe Umgestaltung des Schulhofs. Zufrieden ist der Ortsvorsteher über den Erhalt der Grundschule, deren Bestand mit vier Klassen gesichert ist.

Wie Prasse berichtete, beschäftige sich der Ortsbeirat mit dem starken Fahrzeugaufkommen während der Unterrichtzeiten in der Schulstraße. Für den Schulbus gebe es keine Wendemöglichkeit. „Wir diskutieren Lösungen, die aber nur gemeinsam mit der Stadt zu realisieren sind.“ Auch benötige die Feuerwehr beim nahen Gerätehaus Parkplätze. Aber auch dafür sei eine Lösung in Sicht.

Zudem überlege man, im Ort einen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen. „Durch den Abbruch eines alten Gehöfts besteht nun die Möglichkeit, einen Mehrgenerationenplatz entstehen zu lassen. Der Ortsbeirat diskutiert entsprechende Überlegungen und hofft auf das Mitwirken der Bevölkerung, damit ein neuer sozialer Treffpunkt in unserer Dorfmitte entsteht“, betonte der Ortsvorsteher. Weitere Entwicklungsmöglichkeiten sehe man durch die Nutzung einer alten Villa in der Rhönstraße. Die Besitzverhältnisse und die Größe des Objektes stünden einer schnellen Veräußerung im Wege. Deshalb denke der Ortsbeirat über die Gründung eines Fördervereins „Dorfentwicklung“ nach, der Ideen unterstützen, Sponsoren finden und Fördergelder generieren könne.

Christine Jäger bedankte sich bei Andreas Prasse für die Informationen. Sie wünschte dem Ortsvorsteher viel Beharrlichkeit und versprach: „Dort, wo wir als Stadtverordnete helfen können, werden wir uns auch stark machen und einsetzen.“

Quelle: Kreis-Anzeiger