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Sozialdemokraten besuchen Niddaer Steinmetzbetrieb

Die computergestützte Brückensäge hat Steinmetz Martin Röhling mit Mitteln aus dem Leader-Programm angeschafft.

NIDDA – (red). Mitglieder der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung besuchten jetzt den Steinmetzbetrieb von Martin Röhling in Nidda. Der Handwerksbetrieb hat kürzlich Fördermittel aus dem Leader-Programm erhalten. Den langen Weg der Beantragung, der Auflagen und Voraussetzungen, um an Fördermittel zu kommen, kennen die Sozialdemokraten. Der EU-Fonds steht zur Förderung ländlicher Regionen zur Verfügung. Mit diesen Mitteln wird aktuell auch die Sanierung des Gradierwerks in Bad Salzhausen unterstützt. Die Wirtschaftsförderung Wetterau hat Röhling beraten und bei der Beantragung begleitet. „Trotzdem muss man Geduld aufbringen bis der Weg durch alle Gremien mit den erforderlichen Stellungnahmen durchlaufen ist“, schilderte Martin Röhling und präsentierte den Kommunalpolitikern die geförderte Neuanschaffung. Die moderne CN2-Brückensäge bringt dem Betrieb eine deutliche Leistungssteigerung. Und die EU-Fördermittel haben den Anschaffungspreis von 135 000 Euro um rund 45 000 Euro gemindert. Allerdings musste Röhling die Werkstatt umbauen, um Platz für die Säge zu schaffen.

„Die computergestützte Säge unterstützt die handwerkliche Präzision und es können mehr individuelle Wünsche von Kunden bezüglich der vielfältigen Steinsorten berücksichtigt werden“, so Röhling. So kann der Steinmetz sein Angebot in den Bereichen Bad, Küche und Treppen erweitern. Röhling arbeitet bereits mit einigen Kücheneinrichtern in der Region zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Steinmetzbetrieben in Nidda sei gut und man helfe sich gegenseitig aus.

Martin Röhling hat derzeit sechs Mitarbeiter und einen Lehrling. Ein weiterer Auszubildender kommt im August dazu. Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Steinmetz oder Steinbildhauer, die Prüfung dauert 54 Stunden.

Durch die Neuanschaffung dieser Brückensäge ergibt sich für den Betrieb ein zusätzlicher Ausbildungszweig für einen oder eine „Natur- und Werksteinmechaniker/in“. Die berufsbegleitende Schule, die im Blockunterricht besucht wird, ist in Mainz. Die Besucher diskutierten mit dem Betriebsinhaber noch über Nachwuchsmangel und warum Handwerksberufe als unattraktiv gelten. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Jäger bedankte sich für die interessante Betriebsführung. „Gerade in der ländlichen Region ist jeder Arbeitsplatz wichtig und die Handwerker sind das wirtschaftliche Rückgrat auch in unserer Stadt“, betonte sie.

Quelle: Kreis-Anzeiger