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„Große Entwicklungschancen“

SOMMERPROGRAMM Niddas Sozialdemokraten besuchen Ober-Widdersheim / Attraktiver Wohnort mit Bahnanbindung

Die SPD-Vertreter erlebten beim Rundgang Ober-Widdersheim als Stadtteil „mit großen Entwicklungschancen“.

OBER-WIDDERSHEIM – (red). „Ein Stadtteil mit großen Entwicklungschancen“ – so sieht die SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Jäger Ober-Widdersheim nach dem Besuch ihrer Fraktion. Während des einstündigen Rundgangs durch den Ort wurden die Sozialdemokraten von Ortsvorsteher Michael Theel sowie Ortsbeiratsmitgliedern und Bürgern begleitet. Erster Stadtrat Reimund Becker, der in Ober-Widdersheim wohnt, führte an verschiedene Stationen, zu denen es jeweils ausführliche Informationen gab: bewirtetes Bürgerhaus, Kindergarten mit 85 Plätzen, Festplatz, Arztpraxis, Feuerwehrgerätehaus mit Erläuterungen zum Bedarfs- und Entwicklungsplan, aber auch vorbei an dem geschlossenen Ladengeschäft.

Über den im vergangenen Jahr modernisierten Bahnübergang erreichte die Gruppe das Gelände der Firma Nickel, auf dem alle Werkshallen inmitten des Dorfes inzwischen abgebrochen sind. „Es ist ruhig geworden in Ober-Widdersheim, kein Werksbetrieb und keine Lkw mehr. Diese große Freifläche an der Bahnlinie und auf der gegenüberliegenden Straßenseite kann im Fokus einer nachhaltigen Dorfentwicklung liegen, wenn die Bürgerinnen und Bürger dies wollen und die Chance erkennen“, erklärte Becker.

Weitere Stationen waren die ehemalige Bürgermeisterei, in der neben dem Jugendraum weitere Vereinsräume sind, sowie die Schule, die aktuell von 117 Mädchen und Jungen besucht wird. Deren Nachmittagsbetreuung hat ein Förderverein übernommen. Weiter ging es zur Wiesenstraße, deren Sanierung schon seit vielen Jahren in der Diskussion ist. Der Wunsch nach Einrichtung eines Zebrastreifens zum Buswartehäuschen in der Forststraße wurde angesprochen. Man kam überein, dass der Ortsbeirat das Thema verfolgen solle.

Im Neubaugebiet „Oberes Rohrfeld“ konnten sich die Sozialdemokraten von der zügigen Bebauung überzeugen. Dort wurden schon 20 Bauplätze von der Stadt verkauft und es stehen nur noch wenige zur Verfügung. Die Nachfrage belege auch, „dass Ober-Widdersheim ein attraktiver Wohnort ist und dies auch bleiben sollte“, so Jäger. Dazu trage die gute Verkehrsanbindung mit dem Park-und-Ride-Platz am Bahnhaltepunkt Häuserhof mit der Anbindung nach Friedberg und Frankfurt sowie der Bahnhof im Dorf an der Strecke Gelnhausen-Gießen bei.

Präsentation

Dem informativen Rundgang schloss sich eine Gesprächsrunde im Bürgerhaus an, zu der sich noch weitere Bürger einfanden. Der Erste Stadtrat hatte eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet, die zunächst einen Rückblick auf das Dorf und die Entwicklung seit dem Zusammenschluss zur Großgemeinde beinhaltete. Becker präsentierte mit Blick auf den Flächennutzungsplan aber auch die heutigen, sehr eingeschränkten Entwicklungsmöglichkeiten. „Wir haben diese Veranstaltung bewusst in Ober-Widdersheim gemacht, um einen Prozess anzustoßen, damit die Bevölkerung erkennt, welches Potenzial die freigewordene Fläche in der Dorfmitte bietet und die Möglichkeiten der Mitwirkung erkennt, um nicht nur eine ,Schlafstätte‘ zu werden“, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Eckhardt. Die SPD-Fraktion stehe hinter einer positiven Entwicklung in Ober-Widdersheim. So habe man darum gekämpft, dass im Doppelhaushalt der Stadt für 2017/2018 finanzielle Mittel für einen möglichen Ankauf des Geländes in der Dorfmitte nicht gesperrt worden seien. Dadurch könnten Gespräche und Kaufverhandlungen mit dem Eigentümer, der Firma Nickel, aufgenommen werden. „Das war uns sehr wichtig“, so Eckhardt weiter. SPD-Stadtverordneter Thomas Jungermann wies darauf hin, dass es hierbei nicht um Erfolg oder Misserfolg ginge. „Wir sind im Dorf gut vernetzt, wir haben derzeit die Chance, auf die Bürger zuzugehen.“ Ortsbeirat, Vereinsvorsitzende, Stadtverordnete und Magistratsmitglieder könnten als Multiplikatoren dazu beitragen, Interesse zu wecken. Die Sozialdemokraten stellten abschließend fest, dass durch Veranstaltungen zum Thema Dorfentwicklung und Bürgerwerkstatt gemeinsam mit den Bürgern schon in anderen Stadtteilen positive Prozesse in Gang gesetzt wurden.

Quelle: Kreis-Anzeiger